Ende 1993 erschien in England ein Auto, das so anders war als alles was man zuvor gesehen hatte. Der YZ10, Bosscat und Lazer sahen neben dem Newcomer fast langweilig aus. Als geistiges King von Designer Richard Wetherly machte sich der Predator im Vergleich wie ein Ferrari neben einem Austin Princess oder ein Macbook Air neben einem Commodore PET (sorry Leute - ich muss hier mein Alter raushängen lassen). Wie alle reinrassigen Racer hatte das Fahrzeug einige Schwachstellen. Das Original Carbon Chassis war (und ist es noch immer) ein Kunstwerk, hatte aber die Angewohnheit, am vorderen Ende die Schrauben zu verlieren. Die originalen Querlenker waren chrash-anfällig und der Antriebsstrang musste sehr genau ausdistanziert werden oder die Zahnräder frassen sich gegenseitig auf (vor allem in Ermangelung einer Rutschkupplung). Es war kein Auto für Weicheier!
In den nächsten 10 Jahren folgten 8 verbesserte Evolutions-Stufen unter dem originalen Markennamen Tenth-Technology (und später T-Tech), die dann im Jahr 2005 zum Release des Predator X10 führten (Link zum Review). 2006 wurde die Marke von Lewis Dickinson übernommen und in Team-Xtreme umbenannt als Teil von Xtreme-RC. Im Sommer 2007 erblickte der erste Prototyp des X11 in den Händen von Tom Yardy & Graham North das Licht der Welt. Seitdem hat Xtreme alles getan um das Fahrzeig weiterzuentwickeln und zum Produktionsstatus zu bringen. Ihre Version des Predator, der X11, versprach der bisher beste in der Reihe zu werden. Die Legende lebt weiter...
Der erste Eindruck den man vom X11 kriegt, ist die Box in der sich das Bausatz befindet. Anders als eine normale Pappschachtel, in der sich ein billigeres Massenware-Produkt befindet, kommt der Predator in einer wesentlich schickeren durchsichtigen Plastik-Box. Es gab schon viele Diskussion darüber ob es sich dabei um überflüssige Spielerei handelt und vielleicht ist da was Wahres dran, aber am Ende kommt doch alles dem neuen Besitzer zugute.
Stu nimmt eine Nase vom frischen Bausatz
Die Wahrheit ist: natürlich sind die Produktionskosten der Plastik-Box höher sind als die einer Pappschachtel, aber der Predator wird nunmal nicht zu tausenden verkauft und für so ein exklusives Fahrzeug ist auch die passende Verpackung wichtig.
Die Box riecht sehr gut, wie neues Plastik halt riecht. Der erste Eindruck der Bauanleitung ist ebenfalls gut: farbige Fotos helfen beim Zusammenbau Beutel-für-Beutel. Die Anleitung riecht übrigens auch sehr gut.
Lewis Dickinson von Team Xtreme wirft eine Rettungsleine in Form eines brandneuen Bausatzes für Stu Evans, um ihm wieder auf die Füsse zu helfen nach einem unglücklichen Sturz unter den Van von Team Xtreme.
Oben - Graham 'Northy' North von NORTECH ist ein alteingesessener Predator-Fahrer - kürzlich zurückgekehrt zum X11 und beteiligt an diesem Review, bringt er seine ganze Erfahrung mit ein um Stu zu helfen.